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OVB-online/ Abschied vom achtjährigen Gymnasium - Tendenz: Rückkehr zum G9

ABSCHIED VOM ACHTJÄHRIGEN GYMNASIUM

Tendenz: Rückkehr zum G9

Das Gymnasium Waldkraiburg könnte bei der aktuell niedrigen Schülerzahl keine Parallelführung von G8 und G9 anbieten.
© OVB

Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, konkrete Informationen, wie die Wahlmöglichkeit zwischen acht- und neunjährigem Gymnasium aussehen soll gibt es noch nicht. Trotzdem ist die Tendenz der heimischen Schulen klar: Rückkehr zum G9.

Gars/Mühldorf/Waldkraiburg – Der Wunsch und die Erwartung der Eltern könnte den Ausschlag geben, dass die heimischen Gymnasien zum neunjährigen Angebot zurückkehren. Das sagen die Direktoren der drei heimischen Gymnasien übereinstimmend. Ein acht- und neunjähriges Gymnasium gleichzeitig anzubieten, halten sie aus organisatorischen Gründen dagegen für nicht möglich. Sie setzen allerdings darauf, Schülern die Möglichkeit anbieten zu können, ein Schuljahr zu überspringen.

Gunter Fuchs, Gars: „Von Elternseite her gibt es die klare Tendenz zum G 9. Das spiegelt aus meiner Sicht die öffentliche Wahrnehmung wider, dass der Wunsch zur Rückkehr zum G 9 erwünscht ist. Wir haben gerade einen neuen Elternbeirat gewählt, mit ihm werden wir das Thema besprechen. Denn Schüler und Eltern sind die wichtigsten Meinungsbildner. G 8 und G 9 gleichzeitig anzubieten, kann ich mir organisatorisch nicht vorstellen. Wir haben bereits vier Zweige, wenn wir alle Angebote für G 8 und G 9 vorhalten müssten, würden wir uns verzetteln oder die Inhalte stark einengen. Uns für G 8 zu entscheiden ist fast nicht möglich. Aus anderen Bundesländern gibt es die Erfahrung, dass dann die Schüler davon laufen. Zugleich ist es im Sinne einer Flexibilisierung gut, wenn wir die Möglichkeit für Schüler offenhalten, nur acht Jahre aufs Gymnasium zu gehen.“

Daniela Raith, Mühldorf: „Es wird erst Ende November eine Direktorentagung geben, nach der wir hoffentlich konkreter wissen, wie es weitergehen soll. Die Tendenz geht bei uns aber klar zum G 9, weil die Eltern das erwarten. Um doppelspurig G 8 und G 9 anzubieten sind wir zu klein. Eine praktikable Lösung, um Schülern ein achtjähriges Gymnasium zu ermöglichen, könnten wir aber mittragen. Man könnte zum Beispiel Intensivierungsstunden nutzen, um das Überspringen einer Klasse vorzubereiten. Ich glaube auch nicht, dass wir im Landkreis ein Gymnasium als Alternative achtjährig anbieten werden. Das wird schon fahrtechnisch sehr schwierig. In Städten, wo die Schulen enger zusammen liegen, mag das möglich sein, auf dem Land eher nicht. Wir haben mit den Kollegen zwar noch nicht konkret darüber gesprochen, ich gehe aber davon aus, dass wir alle das Gleiche machen.

Helmut Wittmann, Waldkraiburg:„Die Ausgestaltung durchs Ministerium ist noch nicht klar, wir wissen noch nicht, wie ein möglicher Weg letztlich aussehen würde. Das müssen wir abwarten. Aber für Waldkraiburg kann ich mir das G 9 gut vorstellen. Allerdings glaube ich, dass es keine generelle bayernweite Rückkehr geben wird. G 8 und G 9 – beides kann möglich bleiben, aber eher an größeren Schulen. Eine solche Parallelführung würde in Waldkraiburg an der Schülerzahl scheitern. Bei der derzeit niedrigen Schülerzahl würde uns das vor unlösbare organisatorische Probleme stellen.“

Altötting, Dorfen, Vilsbiburg: Die Tendenz im Landkreis Mühldorf trifft sich mit den Plänen benachbarter Gymnasien, die Schüler aus dem Landkreis besuchen. Die beiden Gymnasien in Altötting neigen zum G 9, genau wie die Schule in Vilsbiburg. Noch ohne Tendenz ist Dorfen. hon/kla

 

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