Fahrt der Klassenbesten ins Kulturkraftwerk Bergson in München

Als besondere Anerkennung für ihre herausragenden schulischen Leistungen wurden in diesem Schuljahr erstmals die Klassenbesten der Jahrgangsstufen 5 – 10 zu einer gemeinsamen Fahrt eingeladen. Ziel war das Bergson Kulturkraftwerk in München
Das Bergson Kulturkraftwerk ist ein ehemaliges Heizkraftwerk, das in einen modernen Kultur- und Veranstaltungsort umgewandelt wurde. Besonders beeindruckend ist das sogenannte „Elektra Tonquartier“, ein Konzertsaal, der durch seine vielfältigen technischen Möglichkeiten als der klügste Konzertsaal in Europa gilt. Dort besuchten die Schülerinnen und Schüler das moderierte Konzert „Vivace“, in dem das Orchester Bergson Phil` unter der Leitung von Jesús Ortega Martínez sie auf eine spannende Reise durch die Welt des Klangs mitnahm.
Der Name „Vivace“ – eine musikalische Tempobezeichnung für lebendig und lebhaft – war dabei Programm: Das etwa einstündige Konzert führte eindrucksvoll vor Augen, wie Klang entsteht, sich entwickelt und Räume erfüllt. Moderiert von Maximilian Maier, dem Programmdirektor des Bergson, erlebten die Teilnehmenden eine abwechslungsreiche Mischung aus musikalischen Beispielen und unterhaltsamen Erklärungen und erfuhren, wie durch das hochmoderne System „Vivace“ die akustischen Eigenschaften unterschiedlichster Räume nahezu realitätsgetreu nachgebildet werden können. So konnten die Schülerinnen und Schüler hören, wie ein und dasselbe Musikstück im Klang einer großen Kathedrale, in der berühmten Elbphilharmonie, in einem Tonstudio oder in einem kleinen Wohnzimmer wirken kann. Auf Knopfdruck veränderte sich die Klangwelt – ein faszinierendes Zusammenspiel aus Technik und Kunst, das eindrucksvoll zeigte, wie sehr Raum und Klang miteinander verbunden sind. Das musikalische Programm reichte von frühbarocken Klangexperimenten mit langem Nachhall – etwa in der Tradition venezianischer Kirchenmusik – bis hin zu klassischen Werken wie Mozarts „Jupiter-Symphonie“ sowie modernen Klangkompositionen und schwungvollen Stücken aus dem Swing-Bereich.
Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein, der die gesamten Kosten der Fahrt übernommen hat und den Schülerinnen und Schülern dieses besondere Konzerterlebnis geschenkt hat.
Annette Holzer