Authentische Stimme zur Diktatur in Chile
Am Donnerstag, den 05.03.2026, hatten die Schülerinnen und Schüler aus dem Spanischkurs auf grundlegendem Niveau bei Herrn Münch die Gelegenheit, ihre zuvor im Unterricht erworbenen Kenntnisse zur Diktatur in Chile (1973 – 1990) und der Memoria Histórica zu vertiefen, indem sie der authentischen Stimme von Frau Angélica Spachtholz lauschen konnten, die in einem packenden und emotionalen Vortrag die Diktatur in Chile aus der Perspektive einer Frau erzählte, die in dieser politisch schwierigen und aufwühlenden Zeit aufwuchs. Für die Schülerinnen und Schüler wurden so zuvor abstrakte Inhalte wie die der Desaparecidos („verschwundene“ Personen während der Diktatur) sowie die Campaña del No (die Wahlkampagne der Opposition beim Plebiszit) plötzlich persönlicher und somit auch besser nachvollziehbar. Frau Spachtholz reicherte ihren Vortrag durch viele weitere Geschichten an, die das Ausmaß der Diktatur und die Auswirkungen selbst auf Familien, die weit entfernt von der Hauptstadt Santiago lebten, verdeutlichten. Besonders interessant waren zudem die Erzählungen bzw. die Erinnerungen an den Alltag, die Schule, die politischen Positionen einiger Lehrkräfte sowie die Stimmung im Land rund um die Volksabstimmung. Für die Schülerinnen und Schüler war es zudem bewegend zu hören, dass auch mehr als 35 Jahre nach Ende der Diktatur viele Wunden noch nicht verheilt sind oder durch kleine Meldungen wieder aufbrechen können bzw. wohl nie ganz verheilen (“Nunca van a salvar”). Muchas gracias, Sra. Spachtholz, por esta conferencia tan impresionante y conmovedora.
Daniel Münch

