• Schriftgröße anpassen:
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Sie befinden sich hier: Start Presse OVB-online/ Erasmus-Projekt mit Vorbildcharakter

OVB-online/ Erasmus-Projekt mit Vorbildcharakter

Erasmus-Projekt mit Vorbildcharakter

 

Die lebende Sonnenuhr (hier bei der Einweihung beim Sommerfest) ist ein Ergebnis des Erasmus+-Projektes. Xenia Imiolekt, Melisa Cuhadari, Sarah Michelle Müller und Prisca Gräf (von links) freuen sich mit Projektleiterin Regina Weidl und Direktor Helmut Wittmann über die Auszeichnung hsc© OVB

Ihren Abschlussbericht zum Projekt Erasmus+ hat die nationale Agentur für EU-Programme im Schulbereich jetzt vorgestellt und dem Gymnasium Waldkraiburg bescheinigt, ein Projekt mit Vorbildcharakter konzipiert zu haben.

Waldkraiburg – Zwei Jahre hat das Projekt Erasmus + gedauert, an dem das Gymnasium federführend beteiligt war. Unter dem Motto „There‘s something new under the sun“ hat das Gymnasium bei dem europäischen Bildungsprogramm mit Schulen aus Frankreich, Italien, der Türkei, Finnland und Luxemburg zusammengearbeitet. Dabei haben die beteiligten Schüler neue Kulturen und Mentalitäten kennengelernt sowie Kontakte zu anderen Jugendlichen geknüpft, die teilweise noch bestehen.

Damit habe man das Zusammenwachsen der Völker in Europa ein stückweit vorangetrieben, freut sich Regina Weidl, Lehrerin für Deutsch und Geografie, die das Projekt nach Waldkraiburg geholt hat und darüber hinaus die Gesamtkoordination übernommen hatte.

Abschlussbericht bescheinigt Vorbildcharakter

Sie hat jetzt den Abschlussbericht von der nationalen Agentur für EU-Programme im Schulbereich bekommen. Darin wird dem Gymnasium bescheinigt, dass es ein Projekt mit Vorbildcharakter konzipiert habe. Es habe bei den beteiligten Schülern „eine nachhaltige Wirkung erzielt. Sowohl die durchgeführten Projektaktivitäten als auch die zahlreichen erzielten Resultate sind wirkungsvoll und übertragbar“, heißt es unter anderem in der Gesamtbewertung.

Und passiert ist im Gymnasium einiges. So wurde aus den Mitteln des Erasmusprojektes ein Gewächshaus gebaut und eingerichtet. Im Rahmen des P-Seminars Geographie/Wirtschaft erlebten die Schüler, wie die Kraft der Sonne die Pflanzen zum Wachsen gebracht hat. „Positiv hervorzuheben ist das fächerübergreifende Arbeiten und die weitere Nutzung der Projektergebnisse im Rahmen des zukünftigen Unterrichtes“, heißt es weiter. So wurde auch eine Wetterstation gekauft, um Wetterdaten auswerten zu können. Im Rahmen eines P-Seminars Physik wurde eine lebende Sonnenuhr im Pausenhof angelegt. Zudem wurden die Planeten mit den Größenverhältnissen und Entfernungen voneinander dargestellt. Wenn die Frage der sicheren Befestigung geklärt ist, dann können sie auch im Treppenhaus aufgehängt werden. Zu den Projekten kamen noch Besuche bei den beteiligten Schulen in der Türkei und in Bordeaux. In Istanbul wurde für eine Woche die dort beteiligte Schule, die Privatschule Doga Kolej, besucht. Dazu gehörte auch der Besuch der Aydin-Universität, wo den Schülern die Entwicklung von Solarautos vorgestellt wurde.

Spannend an dem Projekt war nicht nur die Zusammenarbeit mit Schulen anderer Länder, sondern auch, dass Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen beteiligt waren. So stiegen Schüler, nachdem sie ihr Abitur in der Tasche hatten, natürlich aus. Doch Jüngere kamen in die Arbeitsgruppe und führten die Arbeit fort.

Besseres gegenseitiges Verstehen gefördert

Im französischen Bordeaux hatten die Schüler, die ebenfalls bei Gasteltern untergebracht waren, natürlich auch die Möglichkeit, die französische Lebensart kennenzulernen. Bei einem Besuch des Cap Science, eines naturwissenschaftlichen Museums, bauten die Schüler einen Solarkocher, den sie auch gleich ausprobieren konnten.

Für Sarah-Michelle Müller, Prisca Gräf, Melisa Cuhadari und Xenia Imiolekt war unter anderem das Kennenlernen neuer Leute eine tolle Sache. Bei einer Präsentation am Ende der Woche mussten sie gemeinsam mit den Vertretern der anderen Schulen zusammenarbeiten. Da rauchten dann auch ein bisschen die Köpfe, da die gesamte Kommunikation auf Englisch stattfinden musste.

Obwohl das Projekt im September abgeschlossen worden war, haben sie nach wie vor noch mit einigen Schülern Kontakte. So erzählte Sarah, dass sie nach dem Terroranschlag in München von Schülern aus der Türkei angefunkt worden sei.

Gerade diese Kontakte hält Regina Weidl für ganz wichtig, da sie über Urlaubsbekanntschaften hinausgehen. Auch das Leben in einer Gastfamilie trage zum besseren gegenseitigen Verstehen bei. „So können sich die Jugendlichen besser kennenlernen und Europa zusammenwachsen.“ Alle beteiligten Jugendlichen bekamen am Ende einen „Europass Mobilität“, der ihr Engagment dokumentiert und durchaus bei beruflichen Bewerbungen nützlich sein kann, ist Schulleiter Helmut Wittmann überzeugt. Natürlich wurde auch eine Homepage (www.erasmus-sun.eu) eingerichtet, bei der alle Aktivitäten aller beteiligten Schulen nachgelesen werden können. Deshalb ist das Projekt am Ende auch mit 90 von 100 möglichen Punkten bewertet worden.

 

Für Regina Weidl ist der erfolgreiche Abschluss aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Sie hat das Gymnasium bereits bei zwei neuen Projekten angemeldet: eines für Lehrer und eines für Schüler, das sich mit dem Thema Immigration beschäftigt.

Aktualisiert ( Freitag, den 03. Februar 2017 um 09:11 Uhr )  

Kalender

<<  Mai 2017  >>
 Mo  Di  Mi  Do  Fr  Sa  So 
  1  2  3  4  5  6  7
  8  91011121314
15161718192021
22232425262728
293031    

Anfahrt

Strasse:
Stadt:
PLZ:


Startseite   |   Impressum   |    Haftungsausschluss   |    Kontakt    |   Sitemap   |