Stories in motion – Gegenbesuch in Waldkraiburg

Nach dem sehr gelungenen Besuch in Celrà und den direkt darauffolgenden Osterferien empfingen wir am Montag nach der zweiwöchigen Pause unsere katalanischen Austauschpartnerinnen und -partner in Waldkraiburg. Nach ihrer Ankunft um 12 Uhr wurden sie von Herrn Fraundorfner begrüßt und erhielten eine Projekteinführung durch Herrn Münch. Anschließend folgte ein gemeinsames Mittagessen, ehe unsere Schülerin Lena Dutenhefer die 24 Austauschpartnerinnen und -partner im Rahmen einer detaillierten Schulhausführung mit der Umgebung vertraut machte. 

Am zweiten Tag fand zunächst eine Einführung in die konkrete Projektarbeit statt, ehe sich unsere Schülerinnen und Schüler mit der literarischen Route vertraut machten, die im Zentrum der gemeinsamen Arbeit stand. Der Spaziergang durch Waldkraiburg mit zwölf verschiedenen Stationen, die die Jugendlichen zum kreativen Schreiben anregen sollten (und die teilweise auch für die Einheimischen noch unbekannt waren), dauerte zwei Stunden und zeigte der Gruppe die Potenziale der Stadt Waldkraiburg auf. Beim anschließenden Empfang im Rathaus Waldkraiburg durch den zweiten Bürgermeister, Herrn Anton Kindermann, sowie den designierten, neu gewählten Bürgermeister der Stadt, Emil Kirchmeier, erhielten die katalanischen Gäste viele interessante Informationen rund um Waldkraiburg. Den Nachmittag und Abend verbrachte die Gruppe schließlich in München, wo eine kreative und interaktive Stadterkundung stattfand, die ebenfalls den genauen Blick auf die Umgebung schulte. 

Am Mittwoch lag der Fokus auf der kreativen Auseinandersetzung mit der literarischen Route: Nach einer Einführung in das kreative Schreiben durch Frau Schweiger sammelten die Schülerinnen und Schüler in internationalen Gruppen kreative Ideen zu den von ihnen gezogenen Stationen, erarbeiteten erste Textskizzen und formulierten schließlich die Geschichten aus, die im Anschluss von den Lehrkräften redigiert wurden, ehe sie dann wieder von den Schülerinnen und Schülern in die Endversion gebracht wurden. Aufgrund des sich nähernden Abschlussballs gab es am Nachmittag zudem noch eine ausgedehnte Tanzstunde für die gesamte Gruppe. 

Am vierten Tag des Besuchs erhielten die Schülerinnen und Schüler nun ihre final überarbeiteten Texte zurück, die sie im Anschluss aufnahmen, um sie allen zugänglich zu machen. Zudem brachten sie ihre Textversionen in ein ästhetisches Design und schufen so eine Verbindung zwischen Text und Illustration. Anschließend fuhr die Gruppe gemeinsam mit dem Bus nach Burghausen, wo eine Erkundung der Burganlage auf dem Programm stand, bei der jeweils eine Gruppe das Museum und die Aussichtsplattform erkundete, während die andere Gruppe eine Scavenger Hunt durchführte. 

Die Woche näherte sich schnell dem Ende, und so stand auch schon der letzte Tag an: Bei strahlendem Sonnenschein (im Gegensatz zu Dienstag) lief die Gruppe die literarische Route erneut ab, wobei allerdings dieses Mal die jeweiligen Gruppen ihre Geschichten vorlasen, was stets mit großem Beifall quittiert wurde. Die kreativen Auseinandersetzungen mit den jeweiligen Stationen beeindruckten nicht nur die Lehrkräfte. Im Anschluss an den Spaziergang wohnten die Austauschpartnerinnen und -partner noch jeweils zwei Unterrichtsstunden bei, um einen Einblick in das bayerische Schulsystem zu erhalten. Um die Woche würdig abzurunden, folgte noch ein gemeinsames Mittagessen: Bei Pizza und selbstgemachten Nachspeisen ließ die Gruppe die Woche Revue passieren. 

Pünktlich um 7 Uhr am Samstag fuhr die katalanische Gruppe wieder zum Flughafen und startete die Rückreise. Die Tage werden allen Beteiligten sicher gut in Erinnerung bleiben. Es wurde nicht nur gemeinsam an einem Projekt gearbeitet, sondern es wurden auch neue Freundschaften geschlossen – einer der vielleicht wichtigsten Aspekte des Erasmus+-Programms. 

 

Zum Gelingen eines solchen europäischen Projekts trägt zum einen die sehr großzügige Förderung der EU bzw. der Europäischen Kommission bei. Aber auch die Bereitschaft der Schulfamilie, der Stadt und vor allem der Eltern sind wichtige Faktoren. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, die die so wichtige Zusammenarbeit und den intereuropäischen Zusammenhalt fördern. 

 

Daniel Münch 

Sonja Schweiger